Was die Reichweite bestimmt
Sichtverbindung, Höhe, Fresnel-Zone, Gebäude und Antenne, und warum eine Messung vor Ort zählt.
Die wichtigsten Einflüsse
- Sichtverbindung: LoRa auf 868 MHz durchdringt Wände und Laub, aber jedes Hindernis kostet Dämpfung. Mit freier Sicht sind viele Kilometer möglich, in einer Häuserschlucht oft nur wenige hundert Meter.
- Höhe: Ein Gateway auf dem Dach oder einem Hügel reicht viel weiter als eines im Erdgeschoss. Auch beim Gerät macht ein Meter Höhe oft einen Unterschied.
- Gebäude und Keller: Beton, Metall und beschichtete Fenster dämpfen stark. Für Messungen im Keller (z. B. Wasserzähler) mit 20 bis 30 dB Verlust rechnen.
- Antenne: Eine gute Antenne am richtigen Ort bringt mehr als ein höherer Spreizfaktor. Metall in der Nähe der Antenne verschlechtert den Empfang.
- Körper: Hältst Du den Tester dicht am Körper, dämpft das Signal um einige dB. Für vergleichbare Messungen den Tester immer gleich halten.
Fresnel-Zone
Die Funkwelle braucht einen freien Raum um die direkte Linie herum, die Fresnel-Zone. Auf 868 MHz ist sie in der Mitte einer 5-km-Strecke im Radius rund 20 m gross. Ein Hügel oder ein Gebäude knapp unter der Sichtlinie dämpft also trotzdem. Als Faustregel sollten mindestens 60 % der Zone frei sein.
Warum eine Begehung mit dem Feldtester
Planungswerkzeuge und Karten geben eine Schätzung. Ob ein Sensor am geplanten Ort tatsächlich ankommt, zeigt erst eine Messung vor Ort.
Mit einem LoRaWAN-Feldtester und fieldtester.io prüfst Du an jedem Punkt RSSI, SNR, Paketverlust und die Zahl der Gateways. Am besten misst Du mit dem Spreizfaktor, den der Sensor später verwenden wird, und an der Stelle, an der er später montiert wird.