fieldtester.io

The Things Network

Das offene Community-Netz, seine Fair Use Policy, Gateways und Integrationen.

Was TTN ist

The Things Network ist ein offenes, weltweites LoRaWAN-Netz, das eine Community aufbaut und betreibt: Privatpersonen, Vereine, Gemeinden, Schulen und Firmen stellen Gateways auf und teilen sie. Wer ein Gerät betreibt, nutzt alle Gateways der Community kostenlos.

Die Software dahinter heisst The Things Stack. Sie wird von der niederländischen Firma The Things Industries entwickelt, die TTN betreibt und dieselbe Software auch als kostenpflichtigen Dienst für private Netze anbietet. Die Community-Ausgabe läuft in regionalen Clustern, für Europa eu1.cloud.thethings.network.

In der Schweiz gibt es mehrere lokale TTN-Communities, die Gateways betreiben und Treffen organisieren.

Fair Use Policy

Damit das geteilte Netz für alle funktioniert, gelten auf TTN zusätzliche Regeln:

  • höchstens 30 Sekunden Uplink-Sendezeit pro Gerät und Tag,
  • höchstens 10 Downlinks pro Gerät und Tag.
486SF7265SF8145SF980SF1036SF1120SF12Pakete pro Tag innerhalb von 30 s Sendezeit (11 Byte Nutzdaten)TTN Fair Use Policy: höchstens 30 s Uplink-Sendezeit pro Gerät und Tag.
Mit SF7 reichen 30 Sekunden für knapp 490 Feldtester-Pakete am Tag, mit SF12 für 20.

Ein Feldtester bekommt auf jedes Uplink eine Antwort. Für eine Begehung oder eine Messfahrt ist das üblich. Als dauernd sendendes Gerät eignet er sich auf TTN nicht.

Gateways

  • Ein Gateway verbindet sich über LoRa Basics Station (empfohlen, verschlüsselt) oder über den älteren Semtech UDP Packet Forwarder mit TTN.
  • Der Standort eines Gateways ist in der Konsole eingetragen und kann öffentlich gemacht werden. Nur dann kann ein Feldtester die Entfernung zum Gateway berechnen.
  • Über den Packet Broker tauschen TTN und andere LoRaWAN-Netze Pakete aus. Ein Gerät auf TTN kann so auch über Gateways anderer Netze empfangen werden, wenn deren Betreiber das freigeben.

Integrationen

Eine Anwendung erhält die Daten ihrer Geräte über:

  • Webhooks: TTN ruft bei jedem Paket eine Adresse auf (so arbeitet fieldtester.io),
  • MQTT: die Anwendung abonniert die Daten,
  • Speicher- und Cloud-Integrationen für weitere Dienste.

Ein Payload Formatter kann die Rohbytes direkt in TTN in lesbare Werte umwandeln.

Schlägt ein Webhook wiederholt fehl, kann TTN ihn als «unhealthy» markieren und eine Zeit lang keine Aufrufe mehr schicken. In der Konsole unter Integrations → Webhooks ist das am Status sichtbar.