Den LGT-92 als Fieldtester einsetzen
Der Dragino LGT-92 sendet ab Werk nur alle paar Minuten. Mit einem Downlink aus The Things Stack meldet er sich alle 30 oder sogar 20 Sekunden und wird so zum preiswerten Fieldtester.
Verfügbar mit ProBusiness
Der LGT-92 ist ein preiswerter LoRaWAN-Tracker von Dragino, den es für alle Frequenzbänder gibt. fieldtester.io erkennt ihn automatisch. Als Messgerät eignet sich der handliche Tracker von Haus aus aber nur bedingt, weil er in der Standardeinstellung nur alle paar Minuten Daten sendet. Wer zügig zu Fuss oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, hat dadurch grössere Löcher in seinen Messreihen.
Mit einem Trick lässt sich das Intervall aber auf 30 oder sogar 20 Sekunden umstellen, ganz ohne Kabel: mit einem Downlink aus The Things Stack.

So stellst Du das Intervall um
- Öffne in der Konsole von The Things Stack Deine Anwendung und darin unter End devices den LGT-92.
- Wechsle in den Reiter Messaging und dort auf Schedule downlink.
- Lass Replace downlink queue gewählt und trag bei FPort eine 2 ein.
- Wähle bei Payload type die Option Bytes und gib als Payload
01 00 00 1Eein. - Lass Confirmed downlink leer und klick auf Schedule downlink.
Der LGT-92 hört nur kurz nach jedem eigenen Uplink zu. Der Downlink wartet darum in The Things Stack, bis der Tracker das nächste Mal sendet; danach gilt das neue Intervall. Im Reiter Live data siehst Du, wann er ausgeliefert wurde.
Schick nur einen Befehl auf einmal: Es gilt immer der zuletzt ausgelieferte. Den Befehl zum Zurückstellen also erst nach der Messfahrt senden.
Was die Bytes bedeuten
Das erste Byte 01 ist der Befehl «Sendeintervall setzen», die drei Bytes danach sind die Sekunden als Hexadezimalzahl:
| Intervall | Payload |
|---|---|
| 20 Sekunden | 01 00 00 14 |
| 30 Sekunden | 01 00 00 1E |
| 1 Minute | 01 00 00 3C |
| 20 Minuten | 01 00 04 B0 |
20 Sekunden gehen nur bei gutem Empfang, wenn der Tracker mit einem niedrigen Spreizfaktor sendet. Weiter weg vom Gateway braucht jedes Paket länger in der Luft, und die Regeln für das Frequenzband verlangen dann längere Pausen. 30 Sekunden sind darum die sichere Wahl.
Hast Du den LGT-92 über einen USB-Adapter an der seriellen Schnittstelle, erreichst Du dasselbe mit dem AT-Befehl AT+TDC=30000 (in Millisekunden).
Nach der Messfahrt zurückstellen
Ein kurzes Intervall kostet Batterie und Sendezeit. The Things Network erlaubt pro Gerät rund 30 Sekunden Sendezeit am Tag (Fair Use Policy). Mit Spreizfaktor 7 reicht das bei 30 Sekunden Intervall für etwa vier Stunden Messfahrt, bei höheren Spreizfaktoren für deutlich weniger. Stell den LGT-92 nach der Messfahrt darum wieder auf ein langes Intervall zurück, zum Beispiel mit 01 00 04 B0 auf 20 Minuten.
Messen mit fieldtester.io
Ist der Webhook von fieldtester.io in Deiner Anwendung eingetragen, erkennt fieldtester.io den LGT-92 am ersten Uplink. Jeder Uplink wird zu einem Messpunkt mit Position, Signal und den Gateways, die ihn empfangen haben. Für eine Position braucht der LGT-92 freien Himmel. Findet er keinen GPS-Fix, sucht er vor jedem Senden bis zu 150 Sekunden lang (Einstellung AT+FTIME) und sendet dann ohne Koordinaten. Im Haus kommen die Uplinks darum nur alle paar Minuten, auch mit kurzem Intervall. Wie Du den Webhook einrichtest, zeigt unsere Anleitung.